Wie Spanien den Online Poker reguliert

In diesem Jahr hat Spanien Glücksspiele im Internet legalisiert. Es gibt jedoch einige Einschränkungen, die einen wirklich freien Markt verhindern könnten. Besonders Online Poker wird eingeschränkt. Hier die Bestimmungen im Detail:

Zunächst einmal hat sich der spanische Gesetzgeber auf das domestic market-Modell entschieden, d.h. die Spanier können nur unter sich spielen und nicht gegen Spieler anderer Länder. Ähnlich ist es auch in Italien. Dann sind die Limits nach oben nicht wie gewohnt offen. Das Maximum im No-Limit-Bereich ist NL1000. Turniere sind bis zu einem Buy-in von 250 Euro erlaubt. Vor allem hinderlich sind die Transaktionslimits: Man darf maximal 1.500 Euro pro Woche und 3.000 Euro pro Monat einzahlen – ein großes Hindernis, wenn man als Highroller spielen möchte.

Dennoch ist es nicht so schlecht, wie es sich anhört. Zum einen sollte das Gesetz noch viel schärfere Bestimmungen enthalten, wurde jedoch aufgrund öffentlichen Drucks abgeschwächt. Zum anderen können die Einzahlungslimits auch aufgehoben werden, wenn eine Art Test abgelegt wurde, ob man verantwortungsvoll spielen kann. Auch soll der spanische Online-Poker-Markt ab 2013 moderat geöffnet werden, sodass auch italienische und französische Glücksspieler teilnehmen können.

Und so schlecht dürften die Konditionen für die Glücksspielunternehmen dann auch nicht sein. Denn namhafte Firmen wie Pokerstars und bwin.party haben bereits angekündigt, sich um eine Lizenz bewerben zu wollen. Und ein halbwegs liberaler Markt ist besser als ein Verbot von Online Glücksspielen!

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